Digitalisierung

Technische Systeme benutzen ab der Verbandsliga fast alle, ab der Oberliga alle Mannschaften.“

Heiner Baumeister, Pressesprecher des Württembergischen Fußballverbands (WFV), in der Stuttgarter Zeitung.

Die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren auch den Amateurfußball gehörig durcheinandergewirbelt – und zwar auf den unterschiedlichsten Ebenen:

  • Mit Hilfe von Tracking-Systemen können Trainer Daten über ihre Spieler sammeln und so Informationen über Laufleistung, Pass- oder Zweikampfquote gewinnen. Gerade im gehobenen Amateurfußball wird von dieser Möglichkeit immer häufiger Gebrauch gemacht.
  • Für manch einen Amateurfußballer bedeutet die Digitalisierung daher auch, dass er in der Nachbesprechung eines Spiels nicht mehr nur mit subjektiver Kritik, sondern auch mit objektiven Daten konfrontiert wird. Das kann zu einer besseren Nachvollziehbarkeit und genaueren Fehleranalyse führen, für die Betroffenen aber auch mit einem gewissen Unbehagen – Stichwort „Gläserner Fußballer“ – verbunden sein.
  • Während die Datenerhebung und -auswertung wohl vor allem den gehobenen Amateurfußball betrifft, ist die Digitalisierung auf der Ebene der Medien auch im unteren Amateurfußball deutlich zu spüren: Zeitungen experimentieren mit robotergenerierten Spielberichten, spezielle computergesteuerte Videokameras übertragen schon heute hunderte von Amateurfußballspielen pro Wochenende live ins Internet – und per Smartphone kommentieren Zuschauer live das Spielgeschehen mit Hilfe von Ticker-Apps.
  • Ganz abseits des realen Spielgeschehens stellt ein anderes Phänomen den Amateurfußball vor Herausforderungen: der eSport. Während viele Profifußballvereine dem eSport bereits die Türen geöffnet und die Stars der Szene für ihre Teams verpflichtet haben, zieht der Amateurfußball nur langsam nach. „Amateur-eSport“ hat sich noch nicht etabliert. Und dennoch fragen sich viele Vereine: Kann ich mit der Einrichtung einer eSport-Abteilung vielleicht neue Mitglieder akquirieren?

Blogbeiträge zum Thema